Was tun bei Hochwasserschäden und Starkregenschäden ?

Starkregen, Hochwasser oder ein geplatztes Rohr — wenn Wasser in Keller oder Wohnräume eindringt, zählt jede Minute. Falsches oder zu langsames Handeln kann die Bausubstanz dauerhaft schädigen und Schimmelbildung begünstigen.

Diese Seite zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was nach einer Überschwemmung zu tun ist: vom schnellen Abpumpen des Schmutzwassers bis zur kontrollierten Trocknung mit professionellen Luftentfeuchtern — inklusive der richtigen Geräte für jeden Schritt.

Sofortmaßnahmen bei Wassereintritt

Sicherheitsvorkehrungen treffen

  • Strom abstellen: Bevor Sie mit den Aufräumarbeiten beginnen, schalten Sie den Strom in den betroffenen Bereichen ab, um Stromschläge zu vermeiden.
  • Wassereintritt stoppen: Versuchen Sie, den Wassereintritt so gut wie möglich zu stoppen, z. B. durch Abdichten der Quelle oder das Umleiten des Wassers mit Sandsäcken.

 

Empfohlene Schritte zur Entwässerung

Hochwasser Register
Schritt 1: Schmutzwasser abpumpen

Nach einem Hochwasser ist schnelles Handeln entscheidend: Stehendes Wasser greift Mauerwerk, Estrich und Dämmung innerhalb weniger Stunden an. Mit einer leistungsstarken Schmutzwasser-Tauchpumpe lässt sich der Keller effizient entwässern — auch wenn das Wasser Schlamm, Sand oder kleinere Feststoffe enthält.

Wichtig: Pumpen Sie das Wasser nicht auf einen Schlag ab, wenn der Keller vollständig geflutet war. Der Wasserdruck von außen kann bei zu schnellem Abpumpen die Wände eindrücken. Leeren Sie schrittweise — maximal ein Drittel pro Tag.

Worauf Sie bei der Pumpenauswahl achten sollten:

  • Fördermenge (l/h): Je größer der Keller, desto höher sollte sie sein
  • Feststoffdurchgang: Mindestens 20–30 mm für schlammiges Hochwasser
  • Freistromrad-Pumpen: eignen sich besonders für stark verschmutztes Wasser
Schritt 2: Restwasser absaugen

Auch nach dem Abpumpen verbleiben Wasserlachen, nasse Fliesen und durchfeuchtete Fußbodenbeläge. Dieser Restfeuchte sollten Sie mit einem Nass-Trockensauger zu Leibe rücken, bevor die eigentliche Trocknung beginnt — jede nicht abgesaugte Wasserpfütze verlängert die Trocknungszeit erheblich.

Besonders wichtig: Teppichböden, Türschwellen und Fußleisten. Dort sammelt sich Feuchtigkeit, die von Luftentfeuchtern allein kaum erreicht wird.

Tipp: Arbeiten Sie sich systematisch von den Wänden zur Raummitte vor und wechseln Sie den Behälter regelmäßig. Bei größeren Flächen empfiehlt sich ein Sauger mit mindestens 25–30 Liter Tankvolumen.

Schritt 3: Entfeuchten mit Luftentfeuchtern

Das sichtbare Wasser ist weg — doch das eigentliche Problem beginnt jetzt erst. Wände, Böden und Decken haben Feuchtigkeit aufgenommen, die über Tage und Wochen langsam wieder abgegeben wird. Ohne professionelle Entfeuchtung drohen Schimmelbildung, morsches Mauerwerk und dauerhafter Substanzschaden.

Ein Bautrockner oder Gewerbe-Luftentfeuchter reduziert die Luftfeuchtigkeit gezielt und beschleunigt die Trocknung um ein Vielfaches im Vergleich zum bloßen Lüften.

Richtwerte für die Gerätewahl:

  • Bis 50 m²: Komfort-Luftentfeuchter (z.B. TTK 75 ECO)
  • 50–100 m²: Gewerbe-Entfeuchter (z.B. TTK 166 ECO)
  • Über 100 m² oder Estrichtrocknung: Bautrockner-Klasse

Wie lange dauert die Trocknung? Bei normalen Wandaufbauten rechnen Profis mit 4–8 Wochen kontinuierlichem Betrieb. Regelmäßiges Messen zeigt den Fortschritt.

Schritt 4: Feuchtigkeit messen & kontrollieren

Wände können von außen trocken wirken, obwohl tief im Mauerwerk noch erhebliche Feuchtigkeit steckt. Ein Feuchtemessgerät macht den unsichtbaren Trocknungsfortschritt sichtbar — und schützt Sie davor, zu früh aufzuhören oder unnötig lang Strom für Entfeuchter zu bezahlen.

Messen Sie an mehreren Stellen: Wände in verschiedenen Höhen, Fußboden, Türrahmen und Stellen, die besonders lang unter Wasser standen.

Zielwerte nach der Trocknung:

  • Mauerwerk (Ziegel/Beton): unter 3 % Materialfeuchte
  • Holz (Türrahmen, Parkett): unter 12–15 %
  • Estrich: unter 2 % (CM-Messung empfohlen)

Erst wenn diese Werte dauerhaft unterschritten werden, ist die Trocknung abgeschlossen und eine Renovierung möglich.

Schritt 1: Schmutzwasser abpumpen

Nach einem Hochwasser ist schnelles Handeln entscheidend: Stehendes Wasser greift Mauerwerk, Estrich und Dämmung innerhalb weniger Stunden an. Mit einer leistungsstarken Schmutzwasser-Tauchpumpe lässt sich der Keller effizient entwässern — auch wenn das Wasser Schlamm, Sand oder kleinere Feststoffe enthält.

Wichtig: Pumpen Sie das Wasser nicht auf einen Schlag ab, wenn der Keller vollständig geflutet war. Der Wasserdruck von außen kann bei zu schnellem Abpumpen die Wände eindrücken. Leeren Sie schrittweise — maximal ein Drittel pro Tag.

Worauf Sie bei der Pumpenauswahl achten sollten:

  • Fördermenge (l/h): Je größer der Keller, desto höher sollte sie sein
  • Feststoffdurchgang: Mindestens 20–30 mm für schlammiges Hochwasser
  • Freistromrad-Pumpen: eignen sich besonders für stark verschmutztes Wasser
Schritt 2: Restwasser absaugen

Auch nach dem Abpumpen verbleiben Wasserlachen, nasse Fliesen und durchfeuchtete Fußbodenbeläge. Dieser Restfeuchte sollten Sie mit einem Nass-Trockensauger zu Leibe rücken, bevor die eigentliche Trocknung beginnt — jede nicht abgesaugte Wasserpfütze verlängert die Trocknungszeit erheblich.

Besonders wichtig: Teppichböden, Türschwellen und Fußleisten. Dort sammelt sich Feuchtigkeit, die von Luftentfeuchtern allein kaum erreicht wird.

Tipp: Arbeiten Sie sich systematisch von den Wänden zur Raummitte vor und wechseln Sie den Behälter regelmäßig. Bei größeren Flächen empfiehlt sich ein Sauger mit mindestens 25–30 Liter Tankvolumen.

Schritt 3: Entfeuchten mit Luftentfeuchtern

Das sichtbare Wasser ist weg — doch das eigentliche Problem beginnt jetzt erst. Wände, Böden und Decken haben Feuchtigkeit aufgenommen, die über Tage und Wochen langsam wieder abgegeben wird. Ohne professionelle Entfeuchtung drohen Schimmelbildung, morsches Mauerwerk und dauerhafter Substanzschaden.

Ein Bautrockner oder Gewerbe-Luftentfeuchter reduziert die Luftfeuchtigkeit gezielt und beschleunigt die Trocknung um ein Vielfaches im Vergleich zum bloßen Lüften.

Richtwerte für die Gerätewahl:

  • Bis 50 m²: Komfort-Luftentfeuchter (z.B. TTK 75 ECO)
  • 50–100 m²: Gewerbe-Entfeuchter (z.B. TTK 166 ECO)
  • Über 100 m² oder Estrichtrocknung: Bautrockner-Klasse

Wie lange dauert die Trocknung? Bei normalen Wandaufbauten rechnen Profis mit 4–8 Wochen kontinuierlichem Betrieb. Regelmäßiges Messen zeigt den Fortschritt.

Schritt 4: Feuchtigkeit messen & kontrollieren

Wände können von außen trocken wirken, obwohl tief im Mauerwerk noch erhebliche Feuchtigkeit steckt. Ein Feuchtemessgerät macht den unsichtbaren Trocknungsfortschritt sichtbar — und schützt Sie davor, zu früh aufzuhören oder unnötig lang Strom für Entfeuchter zu bezahlen.

Messen Sie an mehreren Stellen: Wände in verschiedenen Höhen, Fußboden, Türrahmen und Stellen, die besonders lang unter Wasser standen.

Zielwerte nach der Trocknung:

  • Mauerwerk (Ziegel/Beton): unter 3 % Materialfeuchte
  • Holz (Türrahmen, Parkett): unter 12–15 %
  • Estrich: unter 2 % (CM-Messung empfohlen)

Erst wenn diese Werte dauerhaft unterschritten werden, ist die Trocknung abgeschlossen und eine Renovierung möglich.


1. Schmutzwasser abpumpen

Nach einem Hochwasser ist es entscheidend, das stehende Wasser schnell und kontrolliert abzupumpen. Dadurch verhinderst Du Schäden an der Bausubstanz und sorgst dafür, dass das Gebäude stabil bleibt.

  • Entferne das Wasser schrittweise, um den Druck auf die Wände zu verringern.

  • Verwende Schmutzwasserpumpen, um auch Wasser mit Schmutz und Feststoffen effektiv abzupumpen.

2. Absaugen mit Waschsaugern

Selbst nach dem Abpumpen bleibt oft Restwasser in Form von Pfützen oder dünnen Schichten auf dem Boden zurück. Dieses Wasser sollte entfernt werden, um die Trocknung zu beschleunigen und Schäden zu vermeiden.  

  • Verbleibendes Wasser verzögert die Trocknung und fördert Schimmelbildung.

  • Sauge Pfützen und tieferliegende Feuchtigkeit mit Waschsaugern schnell auf.

3. Entfeuchten mit Luftentfeuchtern

Nach der Entfeuchtung des sichtbaren Wassers bleibt häufig noch Restfeuchtigkeit in der Luft und in den Wänden zurück. Diese Feuchtigkeit kann langfristig Schäden verursachen, wenn sie nicht entfernt wird. 

  • Feuchtigkeit in der Luft setzt sich in Wänden, Möbeln und Böden fest und fördert Schimmelbildung.

  • Reduziere die Luftfeuchtigkeit mit Luftentfeuchtern, um Baumaterialien schneller zu trocknen.

 4. Kontrollieren mit Feuchte-Messgeräten

Es ist oft schwer zu erkennen, ob alle Feuchtigkeit wirklich entfernt wurde. Besondes in Wänden oder schwer zugänglichen Bereichen kann Restfeuchtigkeit verbleiben, die langfristig Schäden verursacht. 

  • Unsichtbare Feuchtigkeit kann weiterhin Schäden verursachen und Schimmel fördern.

  • Miss die Feuchtigkeit mit Messgeräten, um sicherzustellen, dass keine verborgenen Feuchtebereiche verbleiben.

Schritt 1 — Schmutzwasser abpumpen:

Nach einem Hochwasser zählt jede Minute. Schmutzwasser-Tauchpumpen fördern auch schlammiges Wasser mit Feststoffen zuverlässig ab — für einen schnellen, kontrollierten Kellerabpump.

Schritt 2: Absaugen mit Waschsaugern

Pfützen und Restfeuchtigkeit nach dem Abpumpen direkt absaugen — so starten Luftentfeuchter effizienter und das Schimmelrisiko sinkt sofort.

Schritt 3: Entfeuchten mit  Luftentfeuchtern

Unsichtbare Wandfeuchtigkeit ist der häufigste Schimmelauslöser nach Hochwasser. Gewerbe-Luftentfeuchter trocknen Mauerwerk, Estrich und Böden schnell und gründlich.


Schritt 4 — Kontrollieren mit Feuchtemessgeräten:

Trocken sieht nicht immer trocken aus. Feuchtemessgeräte zeigen zuverlässig, ob Wände und Böden wirklich sanierungsbereit sind.

Tipp: Trocknung beschleunigen mit Ventilatoren

Für eine effektive Trocknung kombinieren Profis Luftentfeuchter mit leistungsstarken Ventilatoren. Diese Kombination verbessert die Luftzirkulation und hilft, Oberflächenfeuchtigkeit schneller zu verdunsten, was den Trocknungsprozess erheblich beschleunigt.

 

Infrarot-Heizplatten

Infrarot-Heizplatten sind eine effektive Ergänzung bei der Trocknung nach Hochwasserschäden. Sie geben direkte Wärme an feuchte Wände und Bauteile ab, wodurch die Verdunstung beschleunigt wird – ohne die Raumluft unnötig zu erhitzen. Besonders bei durchnässten Mauerwerken oder Estrichen helfen sie, tiefsitzende Feuchtigkeit gezielt auszutreiben.

 

Hochwasser-Checkliste

Hochwasser-Checkliste

Bei Hochwasser schnell reagieren – mit dieser Checkliste behälten Sie den Überblick:

Checkpunkt Erledigt
Sicherung abschalten: Strom in betroffenen Räumen sicherheitshalber deaktivieren.
Schmutzwasser abpumpen: Mit Tauchpumpe große Wassermengen entfernen.
Restwasser aufsaugen: Waschsauger verwenden, um feuchte Oberflächen zu reinigen.
Luft entfeuchten: Bautrockner und Luftentfeuchter aufstellen.
Feuchtigkeit prüfen: Mit Messgerät Wände und Böden kontrollieren.
Schäden dokumentieren: Fotos für die Versicherung anfertigen.
Schimmelrisiko beobachten: Dunkle, feuchte Stellen regelmäßig prüfen.

Sicher und organisiert durch jede Hochwassersituation!

FAQ

FAQ Desktop
Wie schnell entsteht Schimmel nach einem Wasserschaden?
Unter günstigen Bedingungen (Wärme, organisches Material) kann Schimmel bereits nach 24–48 Stunden zu wachsen beginnen. Deshalb ist schnelles Abpumpen und anschließendes Entfeuchten so wichtig. Sichtbarer Schimmel entsteht meist erst nach 1–2 Wochen, wenn die Feuchtigkeit nicht beseitigt wird.
Zahlt die Versicherung bei Hochwasserschäden?
Das hängt von Ihrer Versicherungspolice ab. Die normale Hausratversicherung deckt Hochwasserschäden in der Regel nicht ab — dafür ist eine separate Elementarschadenversicherung notwendig. Dokumentieren Sie alle Schäden fotografisch, bevor Sie mit den Aufräumarbeiten beginnen, und informieren Sie Ihre Versicherung umgehend.
Wie viele Pumpen oder Entfeuchter brauche ich?
Als Faustregel gilt: Ein Entfeuchter deckt etwa 50–80 m² effektiv ab. Bei größeren Flächen oder stark durchfeuchtetem Mauerwerk empfiehlt sich der Einsatz mehrerer Geräte. Für die Pumpe gilt: Lieber etwas mehr Fördermenge als zu wenig — eine zu schwache Pumpe verlängert die Auspumpzeit erheblich.
Was tun, wenn der Strom im Keller noch an ist?
Betreten Sie den überfluteten Bereich keinesfalls, bevor der Strom abgestellt ist. Schalten Sie die Sicherungen für den betroffenen Bereich aus — im Zweifel den Hauptschalter umlegen. Erst wenn ein Elektriker die Anlage geprüft und freigegeben hat, darf Strom wieder eingeschaltet werden.